GERD LIEDER

"Grace"

 

Öl auf Leinwand
Oil on canvas

Óleo sobre tela

 

130 x 170 cm

Unikat / Unique piece / Original

"Alain Delon"

 

Öl auf Leinwand
Oil on canvas

Óleo sobre tela

 

140 x 190 cm

Unikat / Unique piece / Original

 

"The 44 magnum"  (Taxi Driver, 1976)

 

Öl auf Leinwand
Oil on canvas

Óleo sobre tela

 

100 x 210 cm

Unikat / Unique piece / Original

Gerd Lieder

Der Vorspiegler: Das erste "Bild" in der Geschichte der Menschheit war eine Spiegelung - in einer Pfütze, einem stillen See oder einem Wasserloch. Und die Spiegelung eines darüber gebeugten frühzeitlichen Gesichtes dürfte ganz wesentlich zur Bewusstwerdung des Menschen beigetragen haben: Die selbst vollführten Bewegungen und Grimassen gibt auch das Spiegelbild wieder - also muss ich das sein, was mich da ansieht. Nicht "Cogito, ergo sum" ist der Schlüsselsatz, sondern "Video, ergo sum" - ich sehe (mich), also bin ich.


Gerd Lieder entdeckt (und verschlüsselt) die Welt in Spiegelungen und greift damit auf einen der wohl "archaischsten" Erkenntnisprozesse zurück. Gleichzeitig vermittelt er uns in jedem einzelnen seiner - notwendigerweise - perfekt gemalten Bilder einen einmaligen, nicht wiederholbaren Ausschnitt der Wirklichkeit, denn nichts ist flüchtiger als eine Spiegelung. Nur die Kamera - neben den Rotmarderpinseln Lieders wichtigstes Handwerkszeug - vermag sie festzuhalten. Nie wird jemand von uns in der Realität genau das sehen, was uns Gerd Lieder in seinen Bildern zeigt - und doch bildet er Wirklichkeit ab. Gleichzeitig sind Lieders Arbeiten gefrorene Zeit, Abbilder eines Sekundenbruchteils, der so nie wiederkehren wird. Er bietet uns - und darin liegt das Hintersinnige seiner Malerei - eine Wahrheit an, die nicht überprüfbar ist. Damit beinhalten diese malerischen Deklarationen auch eine spielerische Provokation: Es sieht wahrscheinlich so aus - aber war es so? Und es dürfte Gerd Lieder gelegentlich klammheimliches Vergnügen bereiten, dass nur er es weiß und wissen kann. Eine Realität, die in der Welt existiert und dennoch nur einem Einzigen gehört ... 

Nicht genug damit, spielt Gerd Lieder noch in anderer Hinsicht mit dem Realitätsverständnis des Betrachters: Seine Bilder sind gleichsam Verschlüsselungen der Realität, die unsere Wahrnehmungsfähigkeit gelegentlich sehr auf die Probe stellen. Was ist das, was da gespiegelt wird? Dabei bespielt Lieder das gesamte Spektrum von "klar erkennbar" bis "keine Chance ...". So reflektieren seine Folienspiegelungen zwar häufig reale Gegen- stände, deren Erkennbarkeit aber geht gegen Null. Auch dies wieder eine hintersinnige Volte: ein fotorealistisches Gemälde, auf dem die Realität nicht zu erkennen ist. Und wieder ist es nur Gerd Lieder, der die Wahrheit kennt ... In anderen Bildern wird der Betrachter gezwungen, sehr genau hinzusehen, wie so etwa bei vielen Architekturgemälden, die auf den ersten Blick - wie zahlreiche Bilder Lieders - wie Abstraktionen wirken, sich dann aber doch (und sei es mit Hilfe des Titels) entschlüsseln lassen, etwa "Über den Rhein" oder "Moschee". Das Kippen zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion ist eine weitere typische Eigenart der Werke Lieders. In einer Ausstellung seiner Bilder erschließt sich eine Vorgehensweise, weil immer mehrere Varianten von Realitätsdarstellung korrelieren. Nähme man aber das eine oder andere Bild aus dem Kontext und zeigte es ohne nähere Erklärung alleine, so sähe eine Reihe von Betrachtern es sicherlich als abstrakte Malerei an. Noch ein Kunstgriff also: Fotorealistische Malerei in Perfektion, die als abstraktes Bild rezipiert wird oder werden kann. Ich werde den Verdacht nicht los: Der Mann spielt nicht nur mit Realitäten, sondern auch mit den Betrachtern. 

Nicht übersehen sollte man in Lieders Arbeiten die psychologischen Implikationen - allem voran die Tatsache, dass jemand, der sich die Welt in Spiegelungen betrachtet, den direkten Blickkontakt vermeidet und dieser Welt den Rücken zuwendet. So verweigert sich der Künstler der aktiven Teilnahme und schildert Phänomene und Ereignisse als optisches Spektakel. Wer Lieders Werke kennt, der weiß auch um die vielen Arbeiten, die Einsamkeit, Melancholie, Sehnsucht "widerspiegeln" - etwa "Abschied" (1999), "Tod in Venedig" (1999), "Sehnsucht" (2004), "Sonnensucher" (2005), "Herbstsonate" (2004), um nur einige zu nennen. Gerd Lieders Leben kreist um seine - besessene - Arbeit und um seine Familie. Auch dies tut er kund, wenn er eines der liebevollen Porträts seiner Frau Chris doppelsinnig mit "Lichtblick" (2005) bezeichnet oder in "Kopf an Kopf" (2004) in der Spiegelung eine tatsächliche Verschmelzung erreicht. Man kann also in Lieders Arbeiten nicht nur etwas über Realitäten erfahren, sondern auch über den Künstler. 

Dieser Künstler geht erfreulicherweise unbeirrt seinen Weg - und da er zudem ernorm diszipliniert und fleißig ist, kann er bereits auf ein umfangreiches OEuvre verweisen. Dabei ist es erstaunlich, wie viele Aspekte Gerd Lieder dem Thema "Spiegelungen" abgewinnt. Stilleben, Porträt, Akt, Landschaft, Architekturmalerei - nahezu alle Genres der darstellenden Malerei lassen sich bei ihm finden. Mit welchem Sujet auch immer Gerd Lieder sich befasst - das Ergebnis ist hochästhetisch und handwerklich brillant: konzeptionelle Malerei vom Feinsten. 



Tom Querengässer, Galerist und Kunsthistoriker, Köln

The Reflector: The first "picture" in the history of mankind was a reflection - in a slop, a calm lake or a waterhole. And the reflection of an early human face bended over the water might well have substantially contributed to the dawning of the consciousness of the human being: The self performed movements and grimaces reproduced by the reflected picture - therefore it must be me what is looking at me. The key phrase is not "cogito, ergo sum" but "video, ergo sum" - I see (me), therefore I am. 

Gerd Lieder discovers and encodes the world of reflections and thus he reverts to the probably most "archaic" realization processes. At the same time he is imparting to us a unique, non-repeatable detail of the reality in every single of his - necessarily - perfectly drawn pictures, as there is nothing more transient than a reflection. Only the camera - Lieder's most important hand tool apart from the red marten paint brushes - is able to keep this impression. Never will anybody of us see the same reality which Gerd Lieder is showing in his pictures - anyhow he is picturing reality. At the same time Lieder's works are frozen time, images of a split second, which will never return that way. He offers to us a reality - and there is the subtle of his art - a reality which is not provable. Thus these pictorial declarations contain a playful provocation: It looks real - but was it really so? Probably it gives Gerd Lieder sometimes a secret pleasure that only he knows and can know (the truth). A reality which is truly existing but owned only by one single person ? 

As if this was not enough, Gerd Lieder is playing with the viewers understanding of reality in a different way too: His pictures are as they were encodings of the reality occasionally putting our perceptibility to the test: What is it what is being reflected there? Lieder fulfils the whole range from "clearly visible" to "no idea" ? So his reflections are often showing real articles but in many cases they are hardly recognizable. And this again is a subtle move: a photorealistic painting where the reality is invisible. And again Gerd Lieder is the only person knowing the truth ? For other pictures the spectator is forced to look very closely, as for instance the many architecture pictures are looking like abstractions - like many of Lieder's pictures - eventually being able to be decoded through their name, as "Über den Rhein" (Over the Rhine) or "Moschee" (Mosque). The abrupt switch from objectivity to abstraction and vice versa is another particular nature of Lieder's works. In an exposition of his works one realizes his strategy (procedure), as several descriptions of reality correlate with each other. But if one took one or another picture out of context and showed it without explanation, a couple of beholders would take them for abstract paintings. Therefore another trick: perfect photorealistic paintings which can be recognized as abstract picture or not. I can not get rid of the hunch: This man plays not only with realities but with the beholders too. 

One should not overlook the psychological implications in Lieder's works - above all the fact, that someone watching the world via reflections is simultaneously avoiding direct eye contact and "showing the world one's back". This way the artist refuses active participation in life and tells phenomena and events as optical pageant. Who is familiar with Lieder's art knows his many works "reflecting" lonesomeness, melancholy, and yearning- so as "Abschied" (1999, "Goodbye"), "Tod in Venedig" (1999, "Death in Venice"), "Sehnsucht" (2004, "Yearning"), "Sonnensucher" (2005, "Sunseeker"), "Herbstsonate" (2004, "Autumn Sonata") just to name only some of them. Gerd Lieder's life is circling around his - obsessive - work and his family. This he declares when naming one of the loving portraits of his wife Chris in the double sense "Lichtblick" (2005, "View of Light") or when managing in the reflection a real fusion in "Kopf an Kopf" (2004, "Head to Head").

 

This way one can learn from Lieder's works about realities and something about the artist as well. Fortunately the artist follows an unswerving course - and as he is in addition to this very diligent and hard working, he can present an already voluminous oeuvre. In this context it is amazing how many aspects Gerd Lieder reclaims from the topic "reflections". Still life, portrait, nude, landscape and painting of architecture- almost all genres of pictorial arts can be found. What ever scene Gerd Lieder is going in for - the result is utmost aesthetic and brilliant in the craft's sense: conceptual pictorial art of its best.

 


Tom Querengässer, Gallery Owner and Art Historian, Cologne

El reflector : la primera „imagen“ en la historia de la humanidad fue un reflejo – en un charco, un lago en calma o un pozo. Y ese reflejo de un rostro humano temprano, inclinado sobre el agua muy bien podría haber contribuido al nacimiento de la consciencia humana : Los propios movimientos y muecas reproducidas por la imagen reflejada – Entonces, debo ser yo en que me mira. La frase clave no es „cogito, ergo sum“ sino „video, ergo sum“ –Me veo, luego existo.

 

Gerd Lieder descubre y codifica el mundo de los reflejos volviendo al probablemente, más arcaico proceso de conciencia. Al mismo tiempo nos imparte un nivel de detalles de la realidad, único e irrepetible, en cada una de sus pinturas perfectamente dibujadas, pues no hay nada más efímero que un reflejo.

 

Sólo la cámara –La herramienta más importante, junto con sus pinceles de pelo de marta, es capaz de conservar esta impresión. Nunca, ninguno de nosotros verá la misma realidad que Gerd Lieder muestra en sus imágenes –de alguna manera su realidad imaginada. Al mismo tiempo, los trabajos de Lieder son tiempo congelado, imágenes de un segundo dividido, que nunca regresará de la misma forma. Nos ofrece una realidad –y es aquí donde se encuentra el ingenio de su arte – una realidad que no es demostrable. De este modo, estas declaraciones pictóricas contienen una provocación juguetona : Parece real, pero era realmente así? Probablemente, en ocasiones esto le da a Gerd Lieder un placer secreto de ser él, y sólo él quien conoce la verdad. Una realidad que, realmente existe pero que pertenece a una sola persona.

 

Y por si esto no fuera suficiente, Gerd Lieder juega con los espectadores entendiendo la realidad de otra manera también : Sus cuadros, como codificaciones de la realidad, en ocasiones ponen nuestra percepción a prueba : Qué es lo que se refleja aquí? Lieder cubre la amplia gama de „claramente visible“ a „ni idea“. Sus reflejos, a menudo muestran artículos reales pero en muchas ocasiones son apenas reconocibles. Y esto, es una vez más un movimiento sutil; una pintura fotorrealística en la que la realidad en invisible. Y, de nuevo, Gerd Lieder es la única persona que conoce la verdad. En otras imágenes el espectador es forzado a mirar muy de cerca, por ejemplo en las imágenes de estructuras arquitectónicas que parecen piezas abstractas –como en muchas piezas de Lieder- tal vez reconocibles, finalmente por su título “Über den Rhein” (Sobre el Rin)o “Moschee” (Mezquita). El cambio abrupto de objetividad a abstracción y viceversa es otra naturaleza particular de los trabajos de Lieder. En una exposición de Lieder uno se da cuenta de su estrategia, cuando varias descripciones de la realidad se correlacionan entre si. Pero si uno toma una de sus imágenes fuera de su contexto y la mostrara sin ninguna explicación, algún espectador la podría tomar por Arte Abstracto. Por lo tanto otro truco : Pinturas perfectamente fotorealisticas que pueden ser reconocidas como abstractas, o no. No consigo deshacerme de la impresión de que este hombre juega, no sólo con las realidades, sino que lo hace también con los espectadores. 





No debemos pasar por alto las implicaciones psicológicas de los trabajos de Lieder –en todos los aspectos, alguien que mira el mundo a través de sus reflejos evita deliberadamente el contacto visual directo „mostrándole la espalda al mundo“. De esta forma, el artista rechaza la participación activa en la vida y considera los eventos y fenómenos de la vida como en un desfile óptico. El conocedor de la obra de Lieder sabe que muchos de sus trabajos „reflejan“ soledad, melancolía

y anhelo – como en „Abschied“ (1999, „Despedida“), „Tod in Venedig“ (1999 „Muerte en Venecia“), „Sehnsucht“ (2004, „Nostalgia“), „Sonnensucher“ (2005, „Buscador del Sol“), „Herbstsonate“ (2004 „Sonata de Otoño“) sólo por nombrar algunos de ellos. La vida de Gerd Lieder se mueve en círculos alrededor de su –obsesivo- trabajo y familia. Estas son sus declaraciones cuando titula en el doble sentido uno de los amorosos retratos de su mujer Chris „Lichtblick“ (2005, „Rayo de Luz“) o cuando consigue una fusión real en los reflejos de „Kopf zu Kopf“ (2004 „Cabeza a Cabeza“). En las obras de Lieder, se puede pues descubrir , nos sólo algo sobre la realidad, sino también sobre en propio artista.

 

Afortunadamente, el artista sigue una camino inquebrantable –y como para ello es increíblemente disciplinado y aplicado, y es capaz de presentar una obra muy voluminosa. En este sentido, es asombroso cuántos aspectos usa Lieder en sus „Reflejos“. Naturalezas muertas, retratos, desnudos, paisajes y pintura de elementos arquitectónicos –casi todos los géneros de las artes pictóricas. Cualquier escena a la que Lieder dedique su atención, el resultado es siempre de una exquisita estética y técnicamente brillante : Pintura conceptual del más alto nivel.

 

 


Tom Querengässer, Galerista e Historiador de Arte, Colonia –Alemania 

 

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